Faszination Lowrider

In diesem Jahr wird er 36. Besonders an der US-amerikanischen Westküste ist er als Statussymbol bekannt. Die dortigen Größen des Hip-Hops, Snoop Dogg, Xzibit und Dr. Dre, sind fasziniert von ihm und machten ihn zu einem Kultobjekt. Es ist die Rede vom Autotyp Lowrider, auch bekannt als Jumpcar oder Low Low. Mit Hilfe von Autozubehör wie Hydraulikpumpen lässt sich beim Lowrider jede Radaufhängung per Steuerung anheben. Dies ergibt einen hüpfenden Eindruck des Autos. Besonders beliebt sind Cadillacs und Chevrolets aus den 1960er und 1970er Jahren, wobei der 1964er Chevrolet Impala als DER Lowrider schlechthin gilt. Erst im ausgehenden 20. Jahrhundert entwickelte sich in Deutschland eine derartige Szene. Namhafte deutsche Automobilhersteller werden hierzulande für diesen Trend bevorzugt verwendet. Trotz der enormen Beliebtheit können Lowrider nicht einfach mit einem Kfz Kennzeichen auf der Straße fahren, denn der TÜV wird so eine Art von Auto niemals zulassen.

Cadillacs sind beliebte Autos zum Umbau zum Lowrider Oldtimer  / pixelio.de

Cadillacs sind beliebte Autos zum Umbau zum Lowrider Oldtimer / pixelio.de

Lowrider – Technik

Das wichtigste am Lowrider sind die Pumpen, welche die Achsen in die Höhe heben. Verwendung finden häufig Hydraulik– oder Pneumatikpumpen. Im Kofferraum installierte Elektromotoren steuern diese. Eine hohe und durchweg ausreichende Energiemenge muss dafür aufgebracht werden, welche durch zahlreiche Batterien gewährleistet wird. Schnellere Bewegungen des Automobils erfordern eine umso größere Energieleistung. Ein Relais steuert die Elektromotoren, die wiederum den Lowrider „Springen“ und „Tanzen“ lassen. Mit Hilfe einer Fernbedienung gibt der Fahrer dem Relais die auszuführenden „Befehle“. Bei einem Lowrider sind alle Achsen verstärkt um die hohen Sprünge abzufangen. Zusätzlich installierte Federn beeinflussen das Hüpfen ebenfalls.
Durch diese Techniken lassen sich ganze Choreographien gestalten und das Fahren auf drei Rädern („Three wheel motion“) ist möglich.

Verschiedene Lowrider-Typen

Insgesamt unterscheiden sich die Lowrider in fünf verschiedenen Kategorien. Der sogenannte „Fat Dancer“ (z.B. Opel Admiral) verfügt über ein Gewicht von 1,4 bis 2,8 Tonnen und ist zu eher schwerfälligen Bewegungen im Stande. Die „Dancer“ (z.B. VW Golf; Trabant) erreichen ein Maximalgewicht von 1,4 Tonnen und treten daher seltener auf, da spezielle Umbauten von Nöten sind. Ebenso wie der „Fat Dancer“ ist er zu mehreren, unterschiedlichen Bewegungen fähig. „Radicals“ sind nahezu nicht mehr fahrtauglich, da sie auf Motoren sowie Innenausstattung zu Gunsten von Federn und Batterien verzichten. Sie sind in der Lage spektakuläre Sprünge zu vollführen. Es existieren weiterhin „Show and Shine“, die Luxusvariante eines Lowriders, welcher mit edlen Materialien versehen ist, sowie der „Hopper“.

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