Einparkhilfe – Fluch oder Segen?

Früher war sie ein Extra in besonderen Ausstattungsvarianten, aber mittlerweile haben viele moderne Autos sie: die Einparkhilfe oder auch Park Distance Control genannt. Da die Verbreitung dieser Einparkhilfen immer stärker zunimmt stellt sich nun die Frage, wie sinnvoll solch ein System ist.

Mit der Einparkhilfe sicher einparken (c) Maik Grabosch / pixelio.de

Mit der Einparkhilfe sicher einparken (c) Maik Grabosch / pixelio.de

Die Einparkhilfe für mehr Sicht

Schaut man sich die Modellreihen der Automobilhersteller genauer an, so fällt schnell auf, dass, durch steigende Anforderungen an Sicherheit und Design, die Karosserien immer größer und wuchtiger und dafür die Scheiben immer kleiner werden. Vergleicht man die Rundumsicht eines Oldtimers mit der eines modernen Fahrzeugs, erkennt man schnell was gemeint ist. Beim Einparken bietet die Heckscheibe manchmal kaum mehr Sicht als eine Schießscharte. Das Ende des Fahrzeugs ist kaum zu erkennen.
Gerade mit große Fahrzeugen wie Reisemobile gestaltet sich, das Einparken schwierig.
An Dieser Stelle kommen die Einparkhilfen in Form von einem Rückfahrsystem zum Zuge und erleichtern damit das Einparken enorm. Man braucht nun nicht mehr den Beifahrer zum Einweisen und ein steifer Nacken vom Kopfverdrehen, gehört auch der Vergangenheit an. Die Töne einer solchen Einparkhilfe mögen sicherlich oft nervig sein, aber sie erleichtern das Einparken unübersichtlicher Autos enorm. Gerade ein Rückfahrsystem mit Rückfahrkamera ermöglicht haargenaues Einparken.

Die Tücken der Einparkhilfe

Dass die Einparkhilfe eine Erleichterung beim Handling des Fahrzeugs in engen Parksituationen bringt, ist kaum von der Hand zu weisen. Man sollte allerdings dem Rückfahrsystem immer vertrauen können, dass es die richtige Entfernung und überhaupt ein Hindernis erkennen. Das ist gewiss nicht immer gegeben. Eine Bordsteinkante, kann für die Sensoren schon eine Mauer darstellen und eine kleiner Strauch ein unüberwindbares Hindernis.
Dabei entstehen auch häufig Probleme bei falsch eingestellten Sensoren. So können Säulen, die eigentlich neben der Parklücke stehen, z.B. in Parkhäusern oder Garagen, schnell als Hindernis direkt hinter dem Fahrzeug interpretiert werden. Zum einen ist damit das Vertrauen in das Rückfahrsystem gemindert und zum anderen birgt diese Minderung die Gefahr, dass man über das Warnsignal fälschlicherweise hinweghört.
Es ist sogar schon einmal vorkommen, dass eine Hängerkupplung als Hindernis vom Rückfahrsystem erkannt wurde und es damit ein Dauerpiepen gab. Das ist allerdings eine Fehlkonstruktion, denn an dieser Stelle sollte eine abnehmbare Hängerkupplung angebaut werden.
Somit ist ein solches System definitiv nützlich, aber nur, wenn es auch richtig eingestellt ist und man voll und ganz auf das zuverlässige Arbeiten dieses vertrauen kann.
Einparkhilfen ausschließlich mit Warnhinweis Tönen sind deshalb eher suboptimal. Um sich wirklich auf die Einparkhilfe verlassen zu können sollte diese mit einer Rückfahrkamera ausgestattet sein. Mit einem passenden Rückfahrsystem welches eine Rückfahrkamera integriert hat ist man nicht mehr nur auf Warnsignale angewiesen sondern kann die Hindernisse über die Kamera erspähen.

1 Antwort : “Einparkhilfe – Fluch oder Segen?”

  1. simone sagt:

    Einparkhilfen sind meiner Ansicht nach unnütze Spielereien. Dieses blöde Piepen nervt extrem!

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