Das eigene Auto folieren

Das eigene Auto folieren, ist durchaus ein Weg um die Kosten für die Arbeitsstunden in einem darauf spezialisierten Kfz Dienstleister einzusparen. Nicht einsparen lassen sich die Kosten für die Folie und natürlich der eigene Zeitaufwand. Der ist unter Umständen recht erheblich. Die Profis veranschlagen etwa 8 bis 10 Stunden Arbeit für Demontage, Folierung und Montage von Anbauteilen am Fahrzeug. Dazu kommt noch die gründliche Reinigung des Wagens, ohne die die Folie nicht hält.
Wer es in Angriff nehmen will, das eigene Auto zu folieren, benötigt etwas Platz. Eine zu enge und schlecht ausgeleuchtete Garage ist genauso wenig geeignet wie ein Stellplatz unter freiem Himmel.

Zum optimalen Auto folieren benötigt man eine saubere Werkstatt Andreas Portner  / pixelio.de

Zum optimalen Auto folieren benötigt man eine saubere Werkstatt Andreas Portner / pixelio.de

Die Vorbereitungen zum Auto folieren

Wenn die Voraussetzungen, in Bezug auf den Platz für das Auto folieren, stimmen, dann muss erst mal gereinigt werden. Es dürfen sich keine Rückstände von Lackversiegelungen auf der Farbe des Fahrzeuges befinden. Sinnvollerweise erfolgt die Reinigung mit Isopropanol, das alle Rückstände entfernt. Vorsicht bei älteren Fahrzeugen. Es kann sein, dass deren Lacke keine ausreichende Dicke mehr aufweisen und die Folie bei einer späteren Entfernung Teile des Lacks mitnimmt.
Nach der Reinigung sollten möglichst viele Anbauteile entfernt werden. Dazu gehören der Kühlergrill, die Außenspiegel, Kennzeichen, ein Fahrzeugemblem oder Beschriftung und eventuelle Zierleisten. Sonst muss die Folie um diese Anbauteile herum geschnitten werden, was zu zusätzlichen Fehlern beim Auto folieren führen kann.
Nach dem Entfernen der Anbauteile erfolgt der grobe Zuschnitt der Folien. Da die Folie nur als Meterware erhältlich ist, entsteht natürlich ein entsprechend großer Verschnitt. Die Folie immer auf bestimmte Segmente des Fahrzeuges zuschneiden, die dem normalen Aufbau der Karosserie entsprechen. Also ein Zuschnitt für die Kotflügel, die Motorhaube, den Kofferraum, die Türen und dem Dach.

Das eigentliche Auto folieren

Das Anbringen der Folie erfolgt von oben nach unten. Während es früher noch das Nassverfahren zur Anbringung beim Auto folieren gab, ist dies heute nicht mehr notwendig. Die Folien lassen sich gut mit einer Rakel und einer Heißluftpistole bearbeiten, ohne dass dabei starke Blasen entstehen. Wichtig ist, dass die Folie von einer Seite beginnend von der Trägerschicht abgelöst wird und dann in großen Schwüngen auf den Lack angedrückt wird. Dabei immer nur so viel Folie ablösen, wie nötig ist, bis das betreffende Segment bedeckt ist. Mithilfe eines Skalpells, zur Not auch ein schmales Teppichmesser, lassen sich die Ränder an den Kanten beim Auto folieren zuschneiden. Um die Folie gut in Vertiefungen wie etwa die Regenrinne des Autodaches einzubringen, muss sie mit der Heißluftfolie erwärmt werden. Dabei aber darauf achten, dass die Folie nicht verbrannt wird. In dieser Form kann das Auto folieren fortgesetzt werden, bis der Wagen vollständig mit Folie beklebt ist.

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